Der Countdown lĂ€uft: die „Mission Erfolg“!

MMag. Dr. Peter Weixelbaumer
Strategie & Consulting, CEO Lunik2 Communication & Strategy Services


Ich werde oftmals gefragt: Was macht ihr eigentlich? Was bringt ihr euren Kunden? Meine Antwort ist dabei immer gleich: Unsere Mission ist es, unsere Kunden erfolgreicher zu machen. Kommunikation und Strategie sind dabei das Vehikel, Know-how, Tools und Motivation der Treibstoff. Bekanntheit und Reputation, Mediacoverage oder das optimale Konzept, die richtige KrisenbewĂ€ltigung oder der wirksame Change – das alles sind „Vehikelziele“ oder „TrĂ€gerraketenziele“, wie ich sie nenne. Sie sind Mittel zum Zweck, zum Erfolg des Kunden.

© NASA

Doch was heißt Erfolg eigentlich? Wir neigen in unserer Gesellschaft oftmals dazu, Erfolg in seiner zugespitzten maximalen AusprĂ€gung zu sehen. Marcel Hirscher ist erfolgreich oder Dominic Thiem oder Sebastian Kurz. Oder Apple und Coca Cola. Die meisten sagen Erfolg und meinen damit, Weltmeister zu sein, beim Hahnenkammrennen am obersten Stockerlplatz zu stehen, zumindest im Finale eines Grand Slam Turniers zu sein, als Fußballmannschaft die Champions League zu gewinnen oder Regierungschef eines Landes zu sein.

Ja, klar, das sind wirklich ganz ausgeprĂ€gte, tolle Erfolge. Doch dieser Logik folgend wĂ€ren 99 Prozent aller Menschen, aller Sportler, Politiker und auch aller Unternehmen keine Erfolge vergönnt. Und kaum jemand sieht in der Betrachtung die lange Wegstrecke zum (wirklich großen) Erfolg, den dafĂŒr notwendigen Einsatz von Energie, Zeit, Wissen, Budget, von all den Faktoren, die davor bis zum Erreichen dieser Erfolgslevels notwendig waren.

„Aus dem Stand 6 Meter springen?“

Keine Frage: Ziele mĂŒssen ehrgeizig sein. Es muss eine Zielanspannung geben. Es braucht strategische Ziele, die wirklich Richtung „Top-Platzierung“ bzw. „Top-Ergebnis“ gehen. Der Leuchtturm muss stets an einem ganz besonderen Platz stehen, den wir erreichen wollen.

Das gilt auch fĂŒr uns: Wir wollen unsere Kunden in neue Erfolgsdimensionen begleiten; wir wollen mit ihnen Ziele erreichen, die vorher noch niemand gedacht hat. Nicht von ungefĂ€hr heißt unsere Agenturgruppe Lunik2, so wie die sowjetische Raumsonde, die als allererstes menschliches Gebilde den Mond erreicht hat und damit fĂŒr Pioniergeist, das Verschieben und Überwinden von Grenzen, fĂŒr Innovation, Wachstum und Neues steht. 

Zwei Bauteile, die es ausmachen

Doch jeder Erfolg besteht aus zwei wesentlichen Elementen: der (durchdachten) Zieldefinition, wo man hinwill. Und dem Beginn des Umsetzungsprozesses, um eben genau dieses Ziel zu erreichen. Also mit einem allerersten Schritt. Fehlt nur einer dieser beiden Parameter, ist Erfolg unmöglich. Darauf pochen wir in unseren GesprĂ€chen und Projekten. Und das kann fĂŒr manche dann schon mal ganz schön „kratzen“, denn gar nicht so selten wollen Entscheider lieber gleich loslaufen, als sich ĂŒber klare, messbare Zielsetzungen genauere Gedanken zu machen, diese transparent zu machen und verbindlich zu fixieren.

Andere definieren zwar ihr Ziel, laufen aber nicht los, weil das Ziel unscharf formuliert ist oder es keine SchlĂŒssigkeit innerhalb des Teams gibt. Und wieder andere wollen lieber gleich einen riesigen Sprung Richtung Ziel machen. So quasi ĂŒberspitzt gesagt: Das erste Mal bei einer Wahl antreten, aber bitte gleich wenn schon nicht Regierungschef dann doch Minister werden. Oder den TennisschlĂ€ger ein paar Mal schwingen, aber bitte gleich ein internationales Turnier gewinnen. Da legen wir dann Hand an und pochen auf den richtigen Prozess, der das Erreichen dieses strategischen Ziels auch ermöglicht. Denn bildlich gesprochen aus dem Stand ohne irgendein Hilfsmittel und ohne Plan eine Stiege vom Erdgeschoß in den ersten Stock hinaufzuspringen ist schlicht unmöglich. Das kann nur der oft zitierte Sturz auf die Nase werden.

Startrampe, TrĂ€gerrakete, Treibstoff – der Countdown lĂ€uft

Ich komme wieder auf mein Sinnbild am Anfang meines Beitrages zurĂŒck. Erfolg hat viel mit Raumfahrt gemein: Man braucht die Startrampe – sie bildet das GerĂŒst, damit man ĂŒberhaupt „abheben kann“. Man braucht die Rakete, sie trĂ€gt uns zum definierten Ziel. Man braucht die Systeme: Sie helfen uns beim Steuern der Rakete. Man braucht den Treibstoff: ohne nachhaltigen Schub bleibt eine Rakete ein Rohrkrepierer. Und ja, man braucht das richtige Team im Cockpit, denn vieles bleibt auf dem Weg zum Ziel zu managen. Komplexe Sachverhalte zu vereinfachen, zu strukturieren, in ein optimales Zusammenspiel zu bringen und dann konsequent umzusetzen, das sind wesentliche Elemente des Managements. Management ist heute erfolgskritischer, als es jemals war. Denn nie mehr wieder wird unsere Welt so langsam und so durchschaubar sein wie heute.