Keine Schockstarre, sondern digitale NĂ€he! Die richtige Antwort auf den Shutdown!

MMag. Dr. Peter Weixelbaumer
Strategie & Consulting, CEO Lunik2 Communication & Strategy Services

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudĂ€mmen, gibt es von Politik und Behörden – zurecht – starke EinschrĂ€nkungen des öffentlichen und sozialen Lebens. Die meisten EU-Staaten gehen Richtung Minimalbetrieb. Und viele Unternehmen mĂŒssen es gleichtun. Das Wirtschaftsleben erlebt eine Vollbremsung. Doch das heißt nicht, in eine gefĂ€hrliche Schockstarre verfallen zu mĂŒssen. Im Gegenteil: Jetzt ist NĂ€he gefragt – digitale NĂ€he!

Der Coronavirus wird vor allem mittels TröpfchenĂŒbertragung von Mensch zu Mensch weitergegeben. Daher setzen Politik und Behörden stringente Maßnahmen, um soziale Kontakte zu reduzieren, Menschenansammlungen zu verhindern und so die Verbreitung des Coronavirus zumindest zu bremsen. Diese Maßnahmen sind harte Einschnitte in eine Gesellschaft, die ĂŒber die vergangenen Jahrzehnte genau das Gegenteil gelernt und erlebt hat: ein prosperierendes und intensives Sozialleben.

„Social Distancing“
Sich von anderen Menschen fernzuhalten ist die neue Maxime. „Social Distancing“ ist so binnen weniger Wochen, ja Tagen zum großen Schlagwort und Verhaltensgrundsatz geworden. Dass mit dieser individuellen ZurĂŒckgezogenheit – von den Kunden ĂŒber die Mitarbeiter bis hin zu Lieferanten und Dienstleistern – auch die Wirtschaft schwer in Mitleidenschaft gezogen wird, liegt auf der Hand. Denn fĂŒr sie ist sozialer Austausch das grundlegende Nervensystem, das nun zunehmend wegbricht und Unternehmen in ihren Grundlagen erschĂŒttert.

Die Staaten rĂŒcken aus, um der Wirtschaft – auch hier völlig zurecht – möglichst zeitnah zu helfen. Denn die bestehende Gesundheitskrise wĂŒrde um eine tiefe Wirtschaftskrise ergĂ€nzt sehr rasch zur sozialen Krise, ja vielleicht sogar Staatskrise werden.

Eine wichtige Gegenstrategie zum notwendigen "Social Distancing" muss digitale NĂ€he sein – fĂŒr alle, auch fĂŒr Unternehmen!

Neue Wege fĂŒr Unternehmen und Marken
Die virtuelle Welt wird zum Ersatz des direkten analogen Erlebens: James Blunt sspielte vor leeren RĂ€ngen in der Elbphilharmonie in Hamburg und streamte fĂŒr alle Fans seine Musik via Internet. Lesungen und Workshops werden ebenso online prĂ€sentiert, Konferenzen via Skype oder Telefonkonferenz ausgefĂŒhrt. Und auch Unternehmen können, sollen, ja mĂŒssen jetzt noch stĂ€rker digitale Tools nĂŒtzen - egal ob fĂŒr die interne Kommunikation, die standortĂŒbergreifende Kommunikation oder die Kommunikation mit den Kunden im B2B oder B2C, mit Lieferanten usw. Die Toolbox ist voll: Live-Streamings, virtuelle Plattformen, Webcasts, Podcasts, Chats u.v.m.

Und auch die lĂ€ngst nicht mehr „neuen“ sozialen Medien wie Facebook, Instagram, TikTok, Pinterest, LinkedIn oder xing boomen. Denn die Menschen haben ein GrundbedĂŒrfnis, das das Coronavirus nicht Ă€ndert, sondern sogar verstĂ€rkt: ein soziales Leben, sich anderen Menschen mitteilen und sich mit ihnen austauschen. ZusĂ€tzlich bringt der Appell, daheim zu bleiben, mehr Zeit, weil viele Programmpunkte des „normalen“ alltĂ€glichen Lebens wegfallen. So nĂŒtzen die Menschen ihre zusĂ€tzliche Zeit auch zum „Stöbern“ im Internet, und Unternehmen und Marken finden nun genau dort ihre Zielgruppen in geballter Dichte und können mit gezielten relevanten Botschaften und Kampagnen ansetzen und Mehrwert stiften. Damit entstehen zahlreiche neue Chancen fĂŒr Unternehmen, um ihre Zielgruppen zu erreichen – und sich wĂ€hrend der Coronakrise zu stabilisieren, aber auch schon fĂŒr die Zeit danach gut aufzustellen.

Informationen: QualitÀt und QuantitÀt als Erfolgsfaktoren
Auch die Medienwelt sucht noch mehr die digitale NĂ€he. Hier ist eine konsequente Beobachtung und Analyse der aktuellen Krisenlage essentiell, um die Entwicklungen - egal, ob Unternehmer oder Privater - richtig einordnen und die optimalen Ableitungen treffen zu können. Organisationen können hier auf leistungsstarke Tools kĂŒnstlicher Intelligenz zurĂŒckgreifen und damit umfassende digital Datenmengen beherrschbar machen, die QualitĂ€t und Aussagekraft in kĂŒrzester Analysezeit weiter erhöhen. Das schafft Wissens- und ZeitvorsprĂŒnge im (digitalen) Business - in Krisenzeiten erst recht ein Wettbewerbsvorteil.

Geben Sie als Unternehmer oder Top-FĂŒhrungskraft der Schockstarre keine Chance, sondern handeln Sie – vor allem auch digital:

  • Erhöhen Sie die PrĂ€senz Ihres Unternehmens in der virtuellen Welt – nĂŒtzen Sie dazu Ihre eigenen FirmenkanĂ€le, aber auch Social Media und spezielle digitale Kommunikations- und Leadgenerierungstools
     
  • Gleiches gilt fĂŒr Sie in Person als Manager: NĂŒtzen Sie zur persönlichen Positionierung vor allem LinkedIn und xing
     
  • Falls Sie einen Blog haben ist dieser gerade jetzt ein probates Mittel, Ihre Botschaften zu vermitteln, zu beruhigen, gemeinsam auszurichten, die nĂ€chsten Schritte zu skizzieren
     
  • Versuchen Sie, im direkten digitalen Austausch mit Ihren wichtigsten Stakeholdern zu bleiben, mit Ihren Kunden, Ihren Mitarbeitern, Ihren SchlĂŒssellieferanten, wichtigen externen Multiplikatoren und MeinungsfĂŒhrern
     
  • Setzen Sie auf eine gute Contentdichte: Gerade digitale Kommunikation lebt davon, in einer konsequenten Dichte zu erfolgen
     
  • Setzen Sie so wie im persönlichen GesprĂ€ch auch bei digitaler Kommunikation auf QualitĂ€t, Relevanz und Mehrwert: Bei allem Streben nach einer zielfĂŒhrenden Dichte geht QualitĂ€t immer vor QuantitĂ€t
     
  • Vermitteln Sie mit digitaler Kommunikation, dass Sie auch in dieser herausfordernden Zeit strukturiert und zielorientiert sind, „einen Plan haben“, gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft ansteuern
     
  • Seien Sie auch digital empathisch – erst recht in diesen Zeiten: Es ist Ihnen wichtig, wie es Ihren Stakeholdern geht. Die Menschen brauchen gerade jetzt Zuspruch und „Felsen in der Brandung der Krise“.
     
  • Seien Sie auch in der digitalen Kommunikation gewiss: Ein starkes Ich kann es nur in einem starken Wir geben. Sie leisten mit Ihrer digitalen NĂ€he als Unternehmen und als Top-Manager dazu einen wichtigen Beitrag.

Gerade in Krisenzeiten ist es entscheidend, die Situation proaktiv zielgerichtet zu verĂ€ndern und stringent zu steuern. Also: Geben Sie der Schockstarre keine Chance! Auch nicht in der Kommunikation. Setzen Sie in Zeiten von „Social Distancing” auf digitale NĂ€he!