Bauchwehthema ‚ÄěLehrlingsrecruiting und Facharbeitermangel‚Äú? Die L√∂sung: Employer Branding!

Mag. Bianca Valdés López
Content Managerin/Assistentin der Gesch√§ftsf√ľhrung

Gute Lehrlinge zu finden ist nicht einfach. Die meisten Jugendlichen zieht es zu einem prestigetr√§chtigeren Studium. Diese Tatsache in Kombination mit demografischem Wandel und der damit verbundenen √úberalterung der Gesellschaft ist fatal: Es fehlen die kompetenten und leistungsstarken Fachkr√§fte. Wer sich hier richtig bewegt, dem steht eine steile Karriere bevor. Nur sehen das die meisten nicht so. Im Gegenteil: Die Lehre hat ein Imageproblem. So wird das Lehrlingsrecruiting zu einem regelrechten ‚Äěwar for talents‚Äú.

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Dem kann man erfolgreich entgegenwirken: mit einem professionellen Employer Branding und der richtigen Kommunikation mit den entscheidungsrelevanten Zielgruppen. Also mit der gezielten Stärkung der Arbeitgebermarke, um mit einem attraktiven Image und der richtigen Bekanntheit bei der Zielgruppe zu punkten, die richtigen Bewerber anzusprechen, zu gewinnen und zu behalten. Auch Studien1 bestätigen, dass sich gutes Employer Branding bezahlt macht. Doch wie geht das?

Mit der Ursachenforschung zu einem strategischen Employer Branding

Um dieses Instrument optimal einsetzen zu können, muss man den Ursachen auf den Grund gehen. Gerade wenn es um das Thema Lehrlingsrecruiting geht, dann stechen zwei Hauptursachen ins Auge:

  • Schlechtes Image der Lehre

81,3 Prozent der Jugendlichen2, die keine Lehre machen wollen, geben an, dass sie die Lehre unattraktiv finden. Das Image ist aber nicht nur bei den Jungen negativ, sondern auch bei den Eltern und Gro√üeltern. Diese Zielgruppe darf man bei einer Employer Branding Strategie nicht au√üer Acht lassen, denn sie beeinflussen ma√ügeblich die Entscheidung der Jugendlichen.

  • Falsche Annahmen bez√ľglich des Lehrberufs

Die meisten Jugendlichen denken, dass der Lehrberuf allgemein schlecht bezahlt ist. Sie denken, dass es keine Karrieremöglichkeiten gibt und dass der Job eintönig und langweilig sei.

Wie funktioniert nun Lehrlingsrecruiting? Die Generation Z verstehen lernen!

Das Problem ist also bekannt. Auch die Ursachen. Nun gilt es eine funktionierende Strategie zu entwerfen und die perfekten Ma√ünahmen abzuleiten, um die zwei Hauptursachen zu eliminieren. Denn eines ist auch klar: Ein Studium allein verspricht schon lange keine top-bezahlte Spitzenposition mehr - gerade weil alle die Unis st√ľrmen.

Nun muss man sich Gedanken √ľber die Zielgruppe, die (potentiellen) Lehrlinge bzw. Azubis machen. Was bewegt sie? Was treibt sie an? Was ist ihnen wichtig? Das w√§ren, um nur einige zu nennen, zum Beispiel Spa√ü an der Arbeit, eine sinnvolle T√§tigkeit aus√ľben, eine gute Work-Life-Balance oder auch ganz banal die N√§he zum Wohnort. Denn ohne das Verst√§ndnis f√ľr die Zielgruppe verpuffen Botschaften ungeh√∂rt.

Weiß man nun, was die Lehrlinge bewegt, kann man gezielt hier ansetzen, um sie mit relevantem Content dort zu erreichen, wo sie sich aufhalten.

Soziale Medien sind ein Ort, in dem sich die Generation Z √ľberwiegend aufh√§lt. Vor allem Tik Tok, Snapchat und Instragram sind dabei f√ľr die jugendliche Zielgruppe von Bedeutung. Hier darf ruhig eine gute Portion Humor rein, Stichwort: Spa√ü an der Arbeit. Facebook steht zwar bei dieser Generation nicht wirklich hoch im Kurs, aber daf√ľr bei den Eltern, deshalb darf diese Plattform nicht vergessen werden.

Laut einer aktuellen Untersuchung3 der Media-Agentur Dentsu Aegis, ist die Einstellung der Generation Z zu den sozialen Medien aber gerade mitten in einem Umbruch. Ein F√ľnftel der Befragten gab an, in den letzten zw√∂lf Monaten ihre Konten deaktiviert zu haben und ein Drittel haben immerhin ihre Zeit am Smartphone reduziert. Hauptgr√ľnde daf√ľr sind die Sorge um Datenmissbrauch und um den negativen Einfluss der Sozialen Medien auf die Politik, die Gesellschaft und die eigene Psyche. Mit kurzweiligem Spa√ücontent allein kommt man bei der Generation Z also nicht mehr weit, daher gilt es nun umso mehr, auf die Bed√ľrfnisse der Jugendlichen nach transparenten Informationen einzugehen- nur dann sind Social Media Kan√§le weiterhin die direkten Touchpoints zu den Youngsters von heute.

Eine andere M√∂glichkeit dies zu bewerkstelligen ist eine eigene Landingspage mit allen Informationen, die so ein Lehrling nun mal braucht. Denn das ist ein Punkt, der der Generation Z wichtig ist: Klare Botschaften in der Flut aus Informationen. Hier k√∂nnen auch Gehalt, zuk√ľnftige Aufgaben, Aufstiegschancen und Weiterbildungsm√∂glichkeiten transparent kommuniziert werden. Allerdings bietet eine Landingspage nicht nur die M√∂glichkeit f√ľr rein arbeitsbezogene Informationen-der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, solange die Inhalte relevant bleiben. 

Vom Lehrlingsmangel zum -√ľberfluss

Mit dem Wissen um Ursachen und dem Verst√§ndnis f√ľr die Generation Z wird mit etwas Geschick und K√∂nnen (und der richtigen Strategie) aus einem Mangel ein √úberfluss und das oft gef√ľrchtete Lehrlingsrecruiting kann kommen.

Haben Sie dazu Fragen, Anmerkungen, Feedback? Ich freue mich auf Ihre R√ľckmeldung: bianca.valdes-lopez@lunik2.com.

 

1Indeed: ‚ÄěWie Unternehmen trotz Fachkr√§ftemangel Mitarbeiter finden!

1Marketagent: ‚Äě360 Grad Studie: Employer Branding

2Studie Meinungsforschungsinstitut bmm

3dentsuaegisnetwork.com